Besser als Geschenke auspacken, also fast…

Ich freue mich immer, wenn eine Studie direkt aus dem Feld kommt und der Datensatz vor mir liegt. Es ist so ähnlich wie mit einem Paket, dass man bekommt, wenn man etwas bestellt und es vorher aber nur vage oder schnell mal eben gesehen hat.

Ein Kribbeln macht sich im Bauch bemerkbar. Was sagen die Daten? Was haben die Befragten geantwortet? Welche Vermutungen und Hypothesen lassen sich stützen oder sogar fast beweisen? Und welche Ideen und Gedanken müssen verworfen werden, weil sie der empirischen Prüfung nicht standhalten? Welche neuen Verknüpfungen ergeben sich aus der Analyse? Welche neuen Erkenntnisse? Und welche Fragen entstehen neu? Welche Geschichte haben die Daten zu erzählen?

Und gabe es Fragen, die trotz aller Sorgfalt und Pre-Testing besser hätten gestellt werden können? (Klar, wie immer gibt es solche, überall).
Es ist jedes Mal ein tolles Gefühl.

Und bei der Präsentation der Ergebnisse wenige Tage oder Wochen später ist dieses Gefühl schon fast weg. Der Datensatz ist mittlerweile ein guter alter Freund geworden, den man in- und auswendig kennt und von dem man glaubt, dass er alle seine Geschichten erzählt hat.
Schade eigentlich…

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